Nicht ganz ernst gemeint

Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn bezeichnet sich als Frauen-Typ

07.08.2012 20:26

Dieter Thomas Kuhn
Sein Brusthaar-Toupet macht die Frauen wild. (Bildquelle: Edel Records)

Dieter Thomas Kuhn ist Kult! Bei seinen Konzerten feiern echte Fans des deutschen Schlagers mit Menschen, die mit diesem Genre ansonsten wenig am Hut haben. Wenn die Stimmung dann so richtig überkocht, schmeißen die Kuhn-Anhängerinnen ihre Unterwäsche auf die Bühne. Ein klares Zeichen: Dieter Thomas Kuhn ist ein Frauen-Typ… oder etwa doch nicht?

Manchmal kann es Dieter Thomas Kuhn selbst kaum fassen, dass die Hallen und Open-Air-Locations fast immer restlos ausverkauft sind, wenn er die Schlager-Fans zu einem Konzert bittet. Der Mann, der in den 90er-Jahren damit begann, den Schlager zu revolutionieren, ist heute eine richtige Kultfigur. Wer schon einmal bei einem Kuhn-Gig war, der weiß, dass seine Abende weit über musikalische Leckerbissen hinausgehen. Bei Dieter Thomas Kuhn stehen neben den Schlager-Klassikern wie „Fremde oder Freunde“ oder „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ vor allem der Spaß und die Show im Vordergrund. So kommt es schon mal vor, dass ihn seine Fans mit Unterwäsche bombardieren. Mit einem Augenzwinkern gestand der Interpret daher im Interview mit dem „Südkurier“: „Wenn man all diese Rituale zusammennimmt, bin ich natürlich hundertprozentig ein Frauen-Typ.“

Kaum Unterschiede zwischen normalem Kuhn und Bühnen-Kuhn

Es soll aber auch schon vorgekommen sein, dass seine männlichen Fans intime Geschenke auf die Bühne geschleudert haben, wie Dieter Thomas Kuhn bestätigt: „Manchmal wundere ich mich schon, weil ich auch so manches Mannsbild eine Unterhose auf die Bühne werfen sehe. Aber ich nehme an, das ist Koketterie.“ Und Koketterie gehört natürlich auch zu einem richtig guten Kuhn-Abend. Der Sänger mit der Föhn-Frisur und dem Brusthaar-Toupet sieht sich aber heute nicht mehr unbedingt als die Kunstfigur, als die er sich einst bezeichnete: „Irgendwann relativieren sich die Dinge. Früher habe ich das Ganze als Schauspiel gesehen, auch um mich zu distanzieren. Aber nach so vielen Jahren hat sich das natürlich alles ein bisschen vermischt. Ich kann den Kuhn auf der Bühne und den normalen Kuhn gar nicht mehr so richtig auseinanderhalten.“

(fl)

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