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Top-Interview

Die Höhner im Stress-Test!

31.01.2012 11:51

Höhner
Bildquelle: SCHLAGR.DE (Thorsten)

Hamburg. Das neue Album "Höhner 4.0", gefährliche Sprünge in Orchestergräben, Karnevals-Stress, Musical-Pläne und Hennings Blitzhochzeit. Das waren die spannenden Themen, über die ich mit Front-Mann Henning Krautmacher und Lead-Gitarrist John Parsons sprach. Passenderweise im Restaurant "Ständige Vertretung Rheinland" - allerdings in Hamburg. 

Die erste Frage geht an dich John: Bei den Proben zur "Helene-Fischer-Show" vor Weihnachten bist du mit deinem Kollegen Peter Werner in einen Orchestergraben gestürzt. Ist wieder alles dran und kann der Karneval kommen?

John: Ja, der kann kommen. Peter und ich springen in letzter Zeit gerne in Löcher. 

Quasi Stage Diving 4.0, oder?

John (lacht): Genau, Stage Diving. Aber ohne Publikum geht's nicht. Das ist leider das Problem. 

Zu eurem neuen Album "Höhner 4.0": In eurem ersten Titel "Quo Vadis" fragt ihr, wohin die Reise geht. Blickt doch mal in die Zukunft. Wo stehen die Höhner in 10 Jahren?

Henning: Wir sind selber gespannt, was auf uns zu kommen wird. Erst einmal wollen wir ein ganzes Jahr unser 40jähriges Jubiläum feiern. Das beginnt am 30. April mit einem kleinen, intimen Heimspiel in der Kölner Lanxess Arena und von da an geht es mit der Höhner Roncalli Show weiter, großen Fernseh-Events, die Höhner Klassik-Konzerte und und und. Danach wollen wir sogar ein ganz neues Gebiet betreten und ganz Deutschland ein Höhner-Musical schenken. Das soll Ende 2013 in Köln auf die Bühne kommen.

Wirkt ihr auch selber in dem Musical mit?

Henning: Nein, wir werden nicht persönlich dabei sein können, dafür sind wir nicht so gerne im Orchestergraben, sondern stehen lieber auf der Bühne (lacht).

John: Vielleicht springen wir aber ein paar Mal von der Bühne (lacht).

Mit dem Titel „Frauenversteher“ habt ihr quasi eine 2.0-Version Eures Titels „Männer in den besten Jahren“ auf dem Album. Denkt Ihr eigentlich auch über eine „Viva Colonia Part 2“ Version nach?

Henning: Das geht nicht.

Geht nicht?

Henning: Oder John?

John und Henning: (überlegen beide)

Henning: Viva Colonia Part 2 geht nicht. Aber wir planen natürlich immer wieder aufs Neue an diesen Erfolg anzuknüpfen.

Z.B. Eure aktuelle Single-Auskopplung? Sie heißt ja „6 bis 8 Stunden Schlaf“. Jetzt mal Hand aufs Herz – auf wie viele Stunden Schlaf kommt ihr wirklich während der Karnevals-Session?

Henning: Also die 8 ist bei mir nicht nur eine fiktive Zahl. In der Session brauche ich dieses Drittel vom Tag und genau so werden auch die Auftritte geplant.  Wie siehts bei dir aus John?

John: Nur so hält man das aus. Wenn man am Tag bis zu fünf Auftritte hat innerhalb von zwei Monaten. Das geht sonst nicht.

Gab es schon mal eine Situation, in der euch der Karneval auf den Geist ging oder euch die Tatsache nervte, auf ewig in diesem Zusammenhang zu stehen?

Henning: Nein. Also es gibt Situationen, genau in der Mitte einer jeden Karnevals-Session. Aber das sind nicht die Fragen, warum macht ihr Karneval. Da simma in so nem Wellental. Man startet mit wehenden Fahnen in die Session Anfang Januar und dann nach etwa 100 Auftritten, wie bei einem Marathon, wenn die Kräfte nachlassen und man kriegt schon nen leichten Schnupfen, dann wird’s nervig und dann müssen wir auch untereinander aufpassen, dass wir nicht zanken. Dann sind die Nerven angespannt. Und in der letzten Woche, da gibt’s keinen freien Tag mehr, da wird durchgespielt und dann ist so ein Tag wie Weiberfastnacht mit 11 bis 12 Auftritten dabei. Da fragt man sich: wie soll das gehen?? Dann freut man sich aber auch schon nach dem Motto: Hey Jungs, es sind nur noch 3 Tage! Wir werden aber nicht müde zu sagen: Ja ja, man kennt uns aus dem Karneval aber noch weniger müde werden wir den Satz zu wiederholen: Ja, aber wir machen nicht nur Karneval (beide lachen).

„Manchmal du musst lachen“ singst du, Henning...

Henning (unterbricht und singt mit russischem Akzent): „Manchmal du musst weinen, manchmal du hast langweilige Leben“.

...und hast deinen russischen Akzent von keiner Geringeren als Sprach-Genie Anke Engelke trainieren lassen.

Henning (weiter im russischem Akzent): Hab ich gelernt! Von Kollege Anke! Was trägt Name von mein eigene Frau. Sagt Anke, musst du studieren von Bruder Klitschko. Aber Anke Engelke hat mir gegeben viele gute Ratschlag und glaube kann jetzt auch bischen sprechen auch mit Witali Klitschko. Nicht schlagen, aber sprechen.

Also haben die Klitschko-Brüder eigentlich den Akzent von dir?

(beide lachen)

Henning: Wenn die Nummer mal ein richtiger Hit ist, werden die Menschen das glauben! (lacht)

Fliegen bei euren Produktionen eigentlich auch schon mal die Fetzen? Und wie war das bei dem aktuellen Album?

Henning: Die Mehrzahl der Produktionen war immer chaotisch, weil wir eher Streetworker sind, bühnenverliebt sind. Aber bei diesem Projekt haben wir unheimlich früh angefangen zu sammeln. Aber wenn die Fetzen fliegen, dann ist das konstruktiv! Wir beraten uns auch gegenseitig, wir nennen es auch „scheiß demokratischer Haufen“! Es ist nicht immer leicht mit Basisdemokratie, aber sich die Meinung zu sagen gehört dazu.

Eine letzte Frage, Henning. Und zwar eine Frage zur Blitzhochzeit mit deiner Frau Anke. 

Henning: Das war ja für alle Außenstehenden eine Blitzhochzeit. Für Anke und mich nicht. (lacht).

John: Soll ich die Frage vielleicht beantworten?

Okay, es geht um die Flitterwochen von Henning und Anke. Du warst also dabei, John?

(Gelächter)

Henning: Das war ein glücklicher Zufall. Wir haben mit den Höhnern noch nie so spät angefangen zu arbeiten wie in diesem Jahr. Die komplette erste Woche im neuen Jahr war frei und dann haben Anke und ich uns überlegt – lass uns doch eine Flitterwoche machen! 

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Henning: Genau, wenn nicht jetzt, wann dann?!

John: Ich hab ja eine Mail von denen bekommen mit einem Foto vom Strand und der Satz darunter: wir haben jetzt geheiratet! Meine Frau und ich dachten: Nee, das ist doch ein Witz?

Eine Frage, die sich jetzt viele stellen: Findet die Hochzeitsfeier nun im Rahmen des Kölner Karnevals statt?

Henning: Nein! Als ich die Mail an Silvester um 22 Uhr und ein paar Zerquetschte an die Bandkollegen verschickt hatte, habe ich auch gleich klipp und klar geschrieben: Gefeiert wird später! Das heißt, wenn das Wetter schöner ist, die Höhner mehr Zeit haben. D.h. im Frühsommer werden wir draußen, ganz im privaten Rahmen feiern. Weil sowas muss gefeiert werden!

Natürlich. Wer, wenn nicht die Höhner! Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit dem Album!

Henning: Okay, aber noch ein letztes Wort: Wir wünschen euch mit dem neuen Portal SCHLAGR.DE toi toi toi! Und wir, John und ich sprechen jetzt mal für die gesamte Band: Wir sind mächtig stolz darauf, dass wir Mit-Pioniere sein dürfen und das Wort haben dürfen. Wunderbar! Vielen Dank und alles jute!

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(tk)

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